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Hilfe und häufige Fragen

Sichtbarkeitsanalyse für Windenergieanlagen, Funkmasten und Freileitungsmasten

Schnell und unkompliziert: Für eine erste Einschätzung genügen Standort und Bauwerkshöhe. Die Geländedaten werden automatisch geladen, nach wenigen Sekunden liegt die Sichtbarkeitskarte vor, ohne Installation, Anmeldung oder eigene Daten. Wer genauer arbeiten möchte, lädt eigene Geländemodelle. Die Sichtbarkeitsanalyse zeigt auf einer Rasterkarte, von wo aus ein geplantes hohes Bauwerk zu sehen ist und wie viel davon. Grundlage sind das Digitale Geländemodell (DGM) als Erdoberfläche und das Digitale Oberflächenmodell (DOM) mit Wäldern und Gebäuden als sichtverschattende Hindernisse. Erdkrümmung und Refraktion werden berücksichtigt. Die Geländedaten müssen Sie nicht selbst besorgen: Auf Wunsch ruft die Anwendung sie vom Landesdienst Ihres Bundeslands ab, sonst aus einem bundesweiten Grobmodell. Alternativ laden Sie eigene Dateien. Das Ergebnis lässt sich als GeoTIFF, ASCII-Grid oder PNG mit Worldfile exportieren.

So gehen Sie vor

  1. Standort auf der Karte anklicken oder Koordinaten eingeben: UTM 32/33, Gauß-Krüger oder Länge und Breite
  2. Bauwerk wählen und die Höhe über dem Fußpunkt eintragen; mehrere Standorte (zum Beispiel ein Windpark oder eine Trasse) sind möglich, auch per CSV-Liste
  3. Geländedaten automatisch abrufen lassen oder eigene DGM- und DOM-Dateien laden
  4. Berechnen und das Ergebnis auf der Karte prüfen
  5. Exportieren für GIS (GeoTIFF, Shapefile, GeoJSON) oder als PDF-Bericht; mit dem Aufnahmeort des Fotos lassen sich die Standorte direkt in die Fotomontage übernehmen

Was wird berechnet?

  • Für jede Rasterzelle wird die Sichtlinie von der Augenhöhe zum Bauwerk geprüft, über alle Zellen dazwischen.
  • Das Ergebnis ist der sichtbare Anteil der Bauwerkshöhe, in 10-%-Stufen. 100 % bedeutet: das Bauwerk ist bis zum Fuß zu sehen.
  • Die Erdkrümmung wird mit dem Erdradius 6371 km und dem Refraktionskoeffizienten k (Vorgabe 0,13) in die Sichtlinie eingerechnet.
  • Die Sichtweite lässt sich begrenzen, um Dunst zu berücksichtigen. Augenhöhe, Radius und Zellgröße sind einstellbar.
  • Vegetation kann teilweise durchsichtig angenommen werden (zum Beispiel Laubwald im Winter); Standard ist die vorsichtige Annahme „blickdicht“.
  • Schattenwurf (nur Windräder): Je Zelle die astronomisch maximal mögliche Beschattung durch den Rotor über ein Jahr, in Stunden pro Jahr und Minuten pro Tag, mit Bezug auf die üblichen Richtwerte von 30 Stunden und 30 Minuten.
  • Anzahl sichtbarer Anlagen (bei mehreren Standorten): wie viele Windräder oder Masten von jeder Zelle aus zu sehen sind, als zweite Ansicht des Ergebnisses.
  • Schall (nur Windräder): Überschlagsprognose des Schallpegels in dB(A) je Zelle nach dem Interimsverfahren (DIN ISO 9613-2 mit Bodendämpfung −3 dB), auf Wunsch mit Oktavspektrum und Zuschlag aus den Unsicherheiten, mit Bezug auf die Richtwerte der TA Lärm. Ein Schallgutachten ersetzt sie nicht.
  • Alle Annahmen, Formeln und Grenzen stehen unter Methodik und Grenzen.

Datenschutz

Berechnung und Ergebnisse laufen ausschließlich in Ihrem Browser, eigene Dateien werden nicht hochgeladen. Von externen Stellen werden nur abgerufen: der Kartenhintergrund (wählbar: TopPlus-Open und basemap.de des Bundesamts für Kartographie und Geodäsie, Sentinel-2-Satellitenbild von EOX, jederzeit abschaltbar) und, nach Ihrer Zustimmung bei der Quelle „Automatisch“, das Bundesland sowie Gelände- und Oberflächendaten (Landesvermessung, OpenGeoHub, Amazon Web Services). Dabei werden Ihre IP-Adresse und das Gebiet um den Standort übertragen. Mit „Eigene Dateien“ und der Einstellung „Keine Karte“ werden keine Daten an Dritte gesendet.

Häufige Fragen

Welche Daten brauche ich?
Keine eigenen: Bei der Quelle „Automatisch“ holt die Anwendung Gelände (DGM) und Oberfläche (DOM) vom Landesdienst Ihres Bundeslands, derzeit für Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin (Brandenburg und Berlin ohne amtliches DOM). Für alle anderen Länder gibt es ein bundesweites Grobmodell mit 30 m Auflösung: Gelände aus GEDTM30, Oberfläche aus den AWS-Terrarium-Daten, Hindernisse ab 3 m Höhe. Das Grobmodell zeigt Wälder und Bebauung nur näherungsweise. Für belastbare Ergebnisse laden Sie die 1-m-Daten Ihres Landes als eigene Dateien (GeoTIFF, ASCII-Grid, XYZ oder ZIP, auch viele Kacheln auf einmal).
Kann ich mehrere Windräder oder Masten auf einmal untersuchen?
Ja, bei jedem Bauwerkstyp. Setzen Sie beliebig viele Standorte per Klick auf die Karte, über die Koordinatenfelder oder durch Import einer CSV-Liste (Name, Rechtswert, Hochwert, optional Fußpunkthöhe, Nabenhöhe, Rotordurchmesser, Schallleistungspegel und Status). Anlagentyp, Höhe und Status (Planung oder Bestand) gelten je Standort; für Windräder gibt es eine Typenliste gängiger Anlagen. Bestandsanlagen zählen bei Schall und Schattenwurf als Vorbelastung, und die Sichtbarkeit zeigt, wo die Planung neu sichtbar wird. Das Ergebnis zeigt je Zelle den besten Wert aller Standorte, also wie viel vom sichtbarsten Bauwerk zu sehen ist. Unter „Anzeige“ lässt sich auf die Anzahl sichtbarer Bauwerke umschalten. Mit der Entf-Taste löschen Sie den gewählten Standort.
Muss ich vorhandene Windräder selbst eintragen?
Nein. „Bestand aus OSM“ übernimmt die in OpenStreetMap eingetragenen Windräder im Berechnungsraum als Bestandsanlagen, mit Nabenhöhe und Rotordurchmesser, soweit eingetragen; der Anlagentyp wird aus dem Modell erkannt, fehlende Angaben werden nach der Leistung geschätzt und markiert. „Wohngebäude aus OSM“ schlägt je Himmelsrichtung das nächste Wohngebäude als Immissionspunkt vor. OpenStreetMap ist nicht vollständig; maßgeblich ist das Marktstammdatenregister bzw. die Behörde. Der Abruf setzt den erlaubten Online-Abruf voraus.
Wie bekomme ich Werte für ein bestimmtes Haus?
Setzen Sie unter „Immissionspunkte“ Punkte auf die Karte oder laden Sie eine CSV-Liste (Name, Rechtswert, Hochwert, Gebietsart). Je Punkt zeigt jede Auswertung ihre Werte: welche Anlagen wie weit sichtbar sind und der Abstand im Verhältnis zur Gesamthöhe, der Schattenwurf mit Schattenkalender und der Schallpegel mit Vor-, Zusatz- und Gesamtbelastung gegen den Richtwert der Gebietsart. Die Werte gibt es als CSV, der Schattenkalender lässt sich für die Programmierung eines Abschaltmoduls als Liste der Schattenzeiten exportieren, und der PDF-Bericht enthält alle Punkte.
Wie entferne ich ein Rechenergebnis von der Karte?
In der Ebenenübersicht oben rechts in der Karte blendet das Häkchen eine Ebene nur aus. Das Papierkorb-Symbol daneben löscht das Ergebnis (Sichtbarkeit, Schattenwurf oder Schall) nach einer Rückfrage; es lässt sich nur durch eine neue Berechnung wiederherstellen. Schattenwurf und Schall nutzen das Gelände aus der Sichtbarkeitsberechnung: Wird die Sichtbarkeit gelöscht, solange sie noch vorliegen, verschwindet sie aus Karte und Bericht, das Gelände bleibt für Schattenwurf, Schall und Immissionspunkte erhalten.
Kann ich ein Projekt speichern und später weiterbearbeiten?
Ja. Über „Speichern“ oben rechts entsteht eine Projektdatei (.ivp) mit Fotomontage, Standorten, Einstellungen und dem berechneten Ergebnis. Sie liegt nur auf Ihrem Rechner; „Öffnen“ lädt sie wieder. Der Online-Abruf bleibt nach dem Öffnen aus und muss für eine neue Berechnung erneut erlaubt werden. „Neu“ beginnt ein leeres Projekt: Standorte, Immissionspunkte, Ergebnisse und Fotomontage werden geleert, die Einstellungen auf die Vorgaben gesetzt; Kartenausschnitt und Online-Freigabe bleiben. Vorher fragt die Anwendung nach, falls schon etwas eingetragen ist.
Wie übernehme ich die Standorte in die Fotomontage?
Laden Sie in der Fotomontage Ihr Foto. Enthält es GPS-Daten (zum Beispiel vom Smartphone), werden Aufnahmeort und, falls gespeichert, Blickrichtung automatisch übernommen, und das Licht folgt dem Sonnenstand zur Aufnahmezeit. Sonst setzen Sie in der Sichtbarkeitsanalyse unter „Fotomontage“ den Aufnahmeort auf der Karte und die Blickrichtung (0° = Nord, 90° = Ost). Ist die Sichtbarkeit berechnet, zeigt die Fotomontage eine orangefarbene Geländelinie aus dem Höhenmodell: Legen Sie sie unter „Ausrichtung“ mit den Reglern Blickrichtung und Neigung auf den Horizont im Foto, dann stimmen Lage und Höhe der Anlagen; Gelände und Wald verdecken die Anlagen automatisch. „Dokumentationsblatt (PDF)“ fasst Montage, Foto, Karte und alle Angaben zur Aufnahme zusammen. „Fotomontage starten“ stellt jedes Bauwerk im Sichtfeld an die richtige Stelle im Foto, mit Entfernung, Größe und Höhenlage aus der Karte; die Bauwerke lassen sich anschließend verschieben. Bestandsanlagen werden nicht eingesetzt, sie sind im Foto schon zu sehen.
Was ist ein nDOM?
Manche Länder liefern statt des DOM ein normalisiertes DOM mit Höhen über Grund. Die Einstellung „DOM enthält“ berücksichtigt das.
Wie genau ist das Ergebnis?
Die Genauigkeit hängt von Rasterweite und Aktualität der Daten ab. Das Bauwerk wird als senkrechte Linie betrachtet, einzelne Rotorblätter werden nicht aufgelöst. Die Umrechnung von Gauß-Krüger nach ETRS89 erfolgt über eine 7-Parameter-Transformation mit einer Genauigkeit von etwa 1 bis 3 m.
Ersetzt die Analyse ein Sichtbarkeitsgutachten?
Nein. Sie liefert eine fundierte erste Einschätzung für frühe Planungsphasen. Für Genehmigungsverfahren sind in der Regel Gutachten mit abgestimmter Methodik und eingemessenen Daten erforderlich.

Fotomontagen von Windenergieanlagen, Freileitungen, Funkmasten und Photovoltaik selbst erstellen

InfraView3D macht aus Ihrem eigenen Landschaftsfoto in wenigen Minuten eine Fotomontage geplanter Infrastruktur. Windräder, Strommasten, Funkmasten und Solarparks werden als 3D-Modelle mit passendem Sonnenlicht, Dunst und Verdeckung durch Bäume oder Gebäude ins Bild gesetzt. Das Ergebnis speichern Sie als Standbild (PNG) oder als Video mit drehenden Rotoren (MP4). Kostenlos, ohne Anmeldung und ohne Installation.

Für wen ist InfraView3D gedacht?

  • Planungsbüros und Projektierer für Vorentwürfe, Standortvarianten und die schnelle Abstimmung mit Auftraggebern
  • Gemeinden und Verwaltungen zur Vorbereitung von Ratssitzungen und Informationsabenden
  • Bürgerbeteiligung, um anschaulich zu zeigen, wie ein Vorhaben in der vertrauten Landschaft wirkt
  • Landschaftsplanung für eine erste Einschätzung der Wirkung auf das Landschaftsbild

Welche Bauwerke lassen sich darstellen?

  • Windenergieanlagen mit Nabenhöhe und Rotordurchmesser in Metern, Blickwinkel auf den Rotor, Drehzahl und Tageskennzeichnung
  • Strommasten einer Freileitung als Donaumast, Donaumast mit Einebene oder Tonnenmast, jeweils als Tragmast oder Abspanner, mit automatisch verbundenen Leiterseilen
  • Funkmasten als Rohr- oder Gittermast mit Mobilfunk- und Richtfunkantennen
  • Solarparks (PV-Freiflächenanlagen) als 3D-Feld aus Modultischen mit Gestell, Spiegelung des Himmels und Schatten; Reihenzahl, Perspektive und Reihenrichtung passen Sie an das Foto an

So entsteht die Fotomontage

  1. Foto hochladen, am besten ein Querformat vom geplanten Blickpunkt
  2. Vordergrund umranden: Bäume, Gebäude und Kuppen, die vor den Anlagen liegen
  3. Bauwerke am Fußpunkt setzen, Höhe und Entfernung in Metern eintragen: die Größe im Bild wird aus der Brennweite berechnet
  4. Szene anpassen: Sonnenstand, Dunst, Kennzeichnung
  5. Export als PNG oder MP4

Ihre Fotos bleiben auf Ihrem Rechner

InfraView3D läuft vollständig im Browser. Fotos und Montagen werden nicht hochgeladen, nicht gespeichert und nicht an Dritte weitergegeben. Das eignet sich auch für vertrauliche Projekte, bevor sie öffentlich sind.

Häufige Fragen

Ist InfraView3D kostenlos?
Ja. Alle Funktionen einschließlich Video-Export sind kostenlos und ohne Konto nutzbar.
Welcher Browser wird benötigt?
Ein aktueller Browser mit WebGL. Der MP4-Export funktioniert am zuverlässigsten in Chrome und Edge.
Wie genau ist die Größe der Anlagen?
InfraView3D berechnet die Größe aus Bauwerkshöhe, Entfernung und Brennweite. Die Brennweite wird, wenn vorhanden, aus den Kameradaten des Fotos gelesen. Bei großen Entfernungen zeigt die Anwendung an, wie viel des Fußes durch die Erdkrümmung verdeckt ist.
Ersetzt die Montage eine Visualisierung im Genehmigungsverfahren?
Nein. InfraView3D liefert Visualisierungen für frühe Planungsphasen und die Öffentlichkeitsarbeit. Für Genehmigungsverfahren werden häufig Visualisierungen verlangt, die zusätzlich Geländemodell und exakt eingemessenen Kamerastandort berücksichtigen.